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Verordnungsmodul

Im vierten Quartal 2020 startet medatixx den Roll-out eines komplett neuen Softwaremoduls für die Verordnung von Arzneimitteln, Medizinprodukten, allgemeinen Hilfsmitteln und Sprechstundenbedarf. Der gesamte Verordnungsprozess wurde von Grund auf neu gedacht und die damit verbundenen Arbeitsschritte übersichtlich und ergonomisch an einer Stelle in der Praxissoftwarelösung x.isynet zusammengefasst. Damit wird der Verordnungsprozess zukunftssicher abgebildet. Das Verordnungsmodul bietet Therapiesicherheit, eine bessere Übersicht und hilft, wertvolle Zeit im Praxisalltag zu sparen.

Zeitersparnis bei Updates

Die im Verordnungsmodul genutzte Arzneimitteldatenbank wird automatisch online im Hintergrund aktualisiert. Mit dem Umstieg auf das neue Verordnungsmodul entfällt damit das manuelle Einspielen des Medikamenteupdates.

Verbesserte Suche

Die neu konzipierte Suche im Verordnungsmodul nutzt phonetische Korrekturvorschläge. Das bedeutet: Wenn zu einer Sucheingabe nichts Passendes gefunden wird, schlägt das Verordnungsmodul einen ähnlich klingenden Begriff vor. Durch Einsatz optimierter Suchalgorithmen werden die Suchergebnisse schnell angezeigt und können nach verschiedenen Kriterien gefiltert werden.

Mehr Übersicht

Das Verordnungsmodul fügt die elementaren Funktionen rund um die Verordnung an einer Stelle zusammen: Patienteninformationen, Verordnungsübersicht, Medikationsplan, Medikamentesuche und Rezeptausstellung. Alle wichtigen Patienteninformationen werden direkt bei der Verordnung auf einen Blick angeboten. Dazu gehören Alter, Geschlecht, Diagnosen des Patienten und vieles mehr.

Damit die Anwender von x.isynet auf das neue Verordnungsmodul updaten können, sind eine Internetverbindung, ein SQL-Server und ein fehlerfrei funktionierender Service-Provider notwendig. Über den Zeitpunkt der Umstellung kann die Arztpraxis selbst entscheiden. Bei easymed muss diese bis 31.12.2020, bei den anderen Praxissoftwarelösungen bis 31.03.2021 erfolgt sein. Beim Umstellungsprozess unterstützt medatixx die Arztpraxen mit einem softwarebasierenden Assistenten. Dieser prüft im Hintergrund, ob ein Umstieg bereits jetzt möglich ist oder ob dieser später erfolgen sollte. Die medatixx-Servicepartner stehen allen Arztpraxen mit Rat und Tat zur Seite.

KIM

Versand eAU via KIM 2021 verpflichtend

Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen sind niedergelassene Ärzte ab Oktober 2021 verpflichtet, eine elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) an den Kostenträger zu übermitteln (§ 341 SGB V). Dies muss zwingend über den TI-Kommunikationsstandard KIM (Kommunikation im Medizinwesen, ehemals KOM-LE) erfolgen. Weiterhin wurde die Vergütung nach EBM für den nichtelektronischen Versand von Arztbriefen um 50 Prozent reduziert. Für den Versand als eArztbrief mittels KV-Connect und später mittels KIM-Dienst erhalten Ärzte bereits jetzt eine wesentlich bessere Vergütung (§ 383 SGB V). Für den Übergang von KV-Connect zu KIM besteht eine Frist von 6 Monaten.

Datenaustausch nach hohem Sicherheitsstandard

KIM innerhalb der TI ermöglicht einen rechtsverbindlichen Datenaustausch durch E-Mail zwischen den behandelnden Ärzten eines Patienten sowie mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen. Der Datentransport erfolgt nach hohen Sicherheitsstandards, das heißt Ende-zu-Ende verschlüsselt und mittels Authentifizierung durch eine elektronische Signatur (QES). Alle KIM-Teilnehmer sind identitätsgeprüft. Der Zugriff auf ein zentrales Adressbuch mit allen an KIM angeschlossenen Partnern des Gesundheitswesens ist möglich.

Damit eine Arztpraxis KIM nutzen kann, sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

Update des TI-Konnektors zum E-Health-Konnektor (PTV3). Mit diesem Update sind auch die Voraussetzungen zur Nutzung von Notfalldatenmanagement (NFDM) und elektronischem Medikationsplan (eMP) geschaffen.
Ein zugelassener KIM-Dienst ist einzusetzen (I-Motion KIM-Dienst).
Die KIM-Funktionen müssen in der Praxissoftware umgesetzt sein.
Ein elektronischer Heilberufsausweis Generation 2 (eHBA G2) ist zu nutzen.
Dieser ist für eine rechtssichere elektronische Signatur erforderlich.

KIM-Angebot der medatixx

Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen I-Motion hat medatixx ein Angebot rund um KIM konzipiert. Die Kosten werden vollständig von der KV-Förderung abgedeckt. Dieses Angebot ist ab sofort unter i-motion.de/ti buchbar. Dabei gilt: medatixx stellt die in der Praxissoftware benötigte Fachanwendung zum Einsatz der eAU per Softwareupdate innerhalb der gesetzlichen Frist zur Verfügung. Kunden, die auf eine Praxissoftware von medatixx setzen, profitieren mehrfach: Der kommende I-Motion KIM-Dienst ist nahtlos in medatixx und x.isynet integriert und bietet deshalb hohen Anwendungskomfort. medatixx stellt das für die eAU in der Praxissoftware notwendige Modul ohne Zusatzkosten im Rahmen der Softwarepflegegebühr zur Verfügung. Dies gilt im Übrigen auch für die Fachanwendungen NFDM und eMP.*

*Voraussetzung ist ein aktualisierter E-Health-Konnektor. Für die Einrichtung und den Betrieb der Anwendungen auf dem Konnektor fallen einmalige und monatliche Kosten an. Diese werden durch Ihre Kassenärztliche Vereinigung erstattet.

Videosprechstunde

Angesichts der zahlreichen Neuinfektionen mit COVID-19 liegen bereits umfangreiche Empfehlungen zum Schutz des Praxisteams sowie einschlägiger Risikogruppen vor, etwa vom Robert-Koch-Institut (RKI) oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Darüber hinaus empfiehlt es sich, im Umgang mit Verdachtsfällen, aber auch zur routinemäßigen Betreuung chronisch Kranker und älterer Patienten, eine Videosprechstunde einzusetzen.

Aus diesem Grund haben Gesetzgeber und Spitzenverbände die Nutzung der Videosprechstunde nochmals erleichtert. Beispielsweise wurde das Anzeigeverfahren gegenüber der KV verkürzt. Gleichzeitig ist ab sofort die Identifikation von bisher unbekannten Patienten rein über den Videokontakt möglich. Die Mengenbegrenzung auf maximal 20 Prozent der Behandlungsfälle ist für das komplette zweite Quartal ausgesetzt.

Nahtlose Anbindung an die Praxissoftware

Gemeinsam mit dem KBV-zertifizierten Videosprechstunden-Anbieter Patientus bietet medatixx die Videosprechstundenlösung „x.onvid powered by Patientus“ an. Wegweisend gegenüber anderen Lösungen: x.onvid ist nahtlos an die Praxissoftware von medatixx* angebunden. Die Anlage einer Videosprechstunde und die Verknüpfung mit dem Patienten erfolgt direkt im Terminkalender der Praxissoftware. Die Terminbestätigung inklusive TAN wird automatisch und verschlüsselt per E-Mail an den Patienten gesendet. Auch der Start einer Videosprechstunde erfolgt direkt aus der Praxissoftware heraus. Damit bietet x.onvid effiziente Abläufe und hohen Anwendungskomfort im Vergleich zu anderen Videosprechstundenlösungen. Auch ist eine Nutzung im Homeoffice möglich, entscheidend für in Quarantäne befindliches medizinisches Fachpersonal.